Zebra-Angebote nur bis zum Jahresende gesichert
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Setzen sich für das Zebra ein: (v. l.) Ingrid Bäumer-Möhlmann, Bürgermeister Bernd Jostkleigrewe, Klaus-Joachim Heuser, Pro-Arbeit-Geschäftsführer Manfred Bockey, Benjamin Janz, Karin Cyrankiewicz und Rheda-Wiedenbrücks Sozialdezernent Eberhard Greufe |
40000 Euro fehlen dem Verein Pro Arbeit Rheda-Wiedenbrück seit dem 1. Oktober, da das Land Nordrhein-Westfalen die Fördergelder für sämtliche Arbeitslosenberatungsstellen gestrichen hat. Das Team von Pro Arbeit hat deshalb jetzt Bürgermeister Bernd Jostkleigrewe im Rathaus eine Petition überreicht, um seinen Sorgen Ausdruck zu verleihen. „Von den 40000 Euro ist das Zebra mehr als abhängig“, erklärte Pro-Arbeit-Geschäftsführer Manfred Bockey. Das Zentrum für Beratung und Begegnung (Zebra) befindet sich im ersten Stock des Bahnhofsgebäudes. Dort bietet es unter anderem Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche, Weiterbildungsangebote und Berufswegplanung an. „Diese fruchtbare Arbeit ist für unsere Stadt wichtig und wertvoll. Sie muss in jedem Fall erhalten bleiben“, sagte Bürgermeister Jostkleigrewe. Für die Erhaltung und Förderung des Zebras setze sich die Stadt derzeit mit 26000 Euro jährlich ein. „Deshalb soll und kann die Stadt nicht Hauptadressatin für eine Kompensation der ausfallenden Gelder sein“, heißt es in der Petition. Die stark frequentierte Einrichtung könne sich durch zusätzliche Spenden bis Jahresende über Wasser halten und sämtliche Angebote des Zebras im gewohnten qualitativen Rahmen weiterhin anbieten, machte Bockey deutlich. Das sei auch nötig, da sich immer mehr Menschen Hilfe im Beratungszentrum holen würden. Dem Verein mit Hauptgeschäftsstelle an der Stromberger Straße 154 in St. Vit schwebt ein Zusammenwirken mehrerer Institutionen und öffentlicher Einrichtungen vor, um die 40000 Euro kompensieren zu können. Die Arbeitslosenberatung „GT aktiv“ und der Kreis Gütersloh hätten bereits deutlich gemacht, „dass eine volle Übernahme der ausfallenden Fördergelder in keiner Weise zu erwarten ist. Ein Argument mehr für eine Splittung“, sagte Bockey. Wenn bis Ende dieses Jahres keine Lösung für das Zebra gefunden sei, drohe dem Zentrum eine drastische Einschränkung der Angebote. Eventuell müssten auch die drei Vollzeitkräfte dann in anderen Bereiche des Vereins beschäftigt werden. Möglicherweise drohe ihnen sogar die Entlassung. Geschäftsführer Bockey betonte jedoch, dass lediglich das Beratungszentrum durch die Mittelkürzung in Gefahr sei. Die anderen Angebote des mittlerweile 21 Jahre alten Vereins, wie zum Beispiel die Fahrradwerkstatt im Rhedaer Bahnhof, seien nicht von der Mittelkürzung betroffen und somit nicht in ihrer Existenz bedroht


