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Kreis und GT aktiv wollen Finanzloch stopfen

Erschienen am: 11-11-08
Quelle: "Die Glocke"
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Die dunklen Wolken über der Zukunft der Arbeitslosenberatung und der Arbeitslosenzentren im Kreis scheinen sich zu lichten. Trotz Wegfalls der Landesförderung dürfte die Beratungsarbeit weitergehen – zumindest 2009.

Zwar hat der Ausschuss für Arbeit und Soziales gestern noch kein empfehlendes Votum abgegeben und die Entscheidung dem Kreisausschuss am nächsten Montag überlassen, aber die Signale waren eindeutig. Mit 60 000 Euro will der Kreis 2009 den größten Teil des 105 000-Euro- Finanzlochs („Die Glocke“ berichtete) stopfen. Weitere 45 000 Euro soll GT aktiv als Einzelförderung beisteuern.

SPD und Grüne begrüßten den Vorschlag der Verwaltung bereits definitiv. Die CDU will das Thema am Donnerstag erst noch in der Fraktion diskutieren, ist aber nach den gestrigen Meinungsäußerungen auch klar auf Zustimmungskurs. Allerdings gebe es den Grundsatzbeschluss, der Kreis springe bei Projekten nicht für ausfallende Landesmittel ein.

Ende September hatte das Land der Arbeitslosenselbsthilfe Gütersloh, dem Verein „Pro Arbeit“ in Rheda-Wiedenbrück und der Gesellschaft für Arbeit und Berufsförderung (Gab) in Halle Fördermittel für drei Halbtags- Beratungsangebote gestrichen, weil es selbst keine entsprechenden Gelder mehr aus dem Europäischen Sozialfonds bekam. Düsseldorf sah die Kommunen und die Hartz-IV-Gesellschaften in der Verantwortung. Im vorigen Jahr betreuten die drei Organisationen in Gütersloh, Halle, Harsewinkel, Rheda-Wiedenbrück, Schloß Holte-Stukenbrock und Verl rund 1017 Bürger.

„Durchaus erfolgreiche Arbeit“ bescheinigt die Kreisverwaltung den Beratungsstellen. Man könne „keinesfalls von einem unverhältnismäßigen Angebot“ sprechen. Es sei „sinnvoll und auch wirtschaftlich, eine unabhängige Beratung zu etablieren“. Der Ausschuss sah das nicht anders und begrüßte den Vorschlag, jede Beratungsstelle 2009 mit je 20 000 Euro zu fördern. GT aktiv darf die verbleibende Lücke von 45 000 Euro zwar nicht pauschal aus Eingliederungsmitteln schließen, will aber 2009 über Unterstützung in Einzelfällen den Fortbestand der niederschwelligen Beratung sichern.

Was nach 2009 passiert, ist offen. Die CDU plädiert für neue Wege bei der Unterstützung der vielfältigen Beratungsangebote – sicherlich auch auf der Suche nach Synergien. Unter diesem Blickwinkel wurde auch dem Verein „Frauen für Frauen“ die Erhöhung des Kreiszuschusses von 20 000 auf 30 000 Euro zunächst nur für 2009 bewilligt.