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    Änderungen im Arbeitslosenrecht

    zum 1. Januar bzw. 01. Februar 06


    • Verkürzte Bezugszeiten: gilt ab dem 01.02.2006 die Bezugsdauer von ALG I wird für ältere Erwerbslose drastisch von heute maximal 32 auf 12 Monate (18 Monate für 55-Jährige und ältere) Jahren zusammengestrichen. (§ 127 Abs. 2 i.V.m. § 434j Abs. 3 SGB III)


    • Anwartschaftszeit: Arbeitnehmer müssen ausnahmslos mindestens 12 Monate sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, um ALG I beziehen zu können. Die kürzere, sechs monatige Anwartschaftszeit für Saisonarbeiter sowie für Wehr- und Zivildienstleistende entfällt. (§ 123 i.V.m. 434j Abs. 3 SGB III)


    • Rahmenfrist: Die erforderliche Anwartschaftszeit muss innerhalb der letzten zwei Jahre (bisher drei Jahre) liegen. Die Ausnahmen, nach denen sich für Pflegende oder nach einer selbstständigen Tätigkeit die Rahmenfristen verlängern, gelten weiterhin bis zum 3.01.2007. (§ 124 i.V.m. 434j Abs. 3, SGB III)


    • Freiwillige Versicherung: Ab 1.2. kann man sich unter bestimmten Voraussetzungen freiwillig in der Arbeitslosenversicherung versichern. ( 28a SBG III). In welchen Fällen dies sinnvoll sein kann und wie die Versicherung funktioniert, erfahren Sie bei der Agentur für Arbeit. * Bestandsschutz: Der Bestandsschutz – d.h. nach einer geringer entlohnten Zwischenbeschäftigung wird ALG I nach dem alten, höheren Bemessungsentgelt berechnet – wird auf zwei Jahre (bisher drei) verkürzt. (§ 131 Abs. 4 i.V.m. 434j Abs. 3 SGB III).


    • Erlöschen des Anspruchs: Bei derGesamtsperrzeit von 21 Wochen, die zum Erlöschen des Leistungsanspruchs führt, zählen auch alte Sperrzeiten aus den letzten 12 Monaten mit, die vor dem Entstehen des aktuellen ALG-Anspruchs verhängt wurden. (§ 147 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. 434j Abs. 3, SGB III)


    • Verlängerung bis zum 31.12.2007 bq. Entgeltsicherung für Arbeitnehmer ab 50 Jahren (Zuschuss zum Arbeitsentgelt und Zusatzbeitrag zur Rentenversicherung bei Annahme einer geringer entlohnten Arbeit, § 421j SGB III). Erlass der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung für Arbeitgeber bei Beschäftigung von Arbeitnehmern ab 55 Jahren (§ 421k SGB III). h3. Verlängerung bis zum 31.12.2006 Förderung der beruflichen Weiterbildung von Arbeitnehmern ab 50 Jahren oder von Arbeitslosigkeit bedrohten Arbeitnehmern (§ 417 SGB III). Beauftragung von Trägern, Eingliederungsmaßnahmen durchzuführen (einschließlich „Erfolgshonorar“, § 421i SGB III). Der Vermittlungsgutschein (§ 421g SGBIII) ist bereits nach geltendem Recht bis Ende 2006 befristet. Verlängerung bis zum 30.06.2006 „Ich AG“ /

    „Pro Arbeit” lotst Nachwuchs in die Berufswelt

    Schüler der Heidbrinkschule beim Kompetenzcheck in der Metallwerkstatt

    Viel zu oft brechen jugendliche ihre Ausbildung ab. Hinter diesem folgenreichen Schritt steckt oft die Erkenntnis, dass der gewählte Beruf nicht die erste Wahl war. In der Doppelstadt haben sich Stadtverwaltung, speziell die Fachstelle Übergang Schule-Beruf, Schulender Sekundarstufe und „Pro Arbeit" diesem Problem mit einem besonderen Projekt gestellt. Es ist weithin einzigartig und modellhaft: Sie laden Schülerinnen und Schüler, der achten Jahrgänge zu einem viertägigen Kompetenzcheque ein. Er machte Furore. Lehrkräfte und Schüler sind voll des Lobes. Das Projekt bringt für die jungen Leute sehr viel. Die Ergebnisse zeigen, ob der gewählte Beruf tatsächlich den persönlichen Neigungen entspricht. Die jugendlichen erfahren, ob ihre Selbsteinschätzung mit der beruflichen Realität übereinstimmt. Sie profitieren bei derWahl ihres Berufes eindeutig von den Ergebnissen des Projekts. Ort der Durchführung sind die Werkstätten von „Pro Arbeit" in St. Vit. Die Mädchen und jungen stellen sich dort in den vier Berufsfeldern Holz, Metall, Hauswirtschaft und Verkauf den beruflichen Herausforderungen, fertigen Werkstücke, bereiten in der Großküche Mahlzeiten zu und setzen sich mit Marke¬ting und Rechnungswesen des Ein¬zelhandels auseinander. Die „Pro-Arbeit" – Mitarbeiter Andrea Brinkrolf, Manfred Ansbeck, Willi Seidl und Susanne Keller betreuen die jugendlichen pädagogisch für¬sorglich; zudem checken sie an den vier Projekttagen die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in den vier Bereichen ab. Nicht nur Auffassungsgabe, die Bereitschaft etwas Neues zu lernen, Fein¬motorik und Kommunikationsfähigkeit stehen dabei im Blickpunkt. Ebenfalls die Grundqualifikationen wie Teamgeist und Pünktlichkeit spielen bei dem Checke eine Rolle. Die Ergebnisse des Checks werden mit den Schülern eingehend besprochen.

    Senioren-Paten wollen Arbeitslosen die Türen öffnen

    Gemeinsam wollen sie Langzeit-arbeitslosen helfen, wieder im Berufsleben Fuß zu fassen: (v. 1.) Manfred Bockey, Geschäftsführer von Pro Arbeit, Hannelore Rampelmann vom Fachdienst Soziales sowie Norbert Pinkerneil, Peter Kobrink und Hartmut Benthin vom neuen Oelder Senioren-Patenschaftsprojekt.

    Oelde (gl). Wenn Norbert Pinkerneil, ehemals Leiter des städtischen Fachdienstes Soziales und jetzt ehrenamtlicher Sprecher des Runden Tisches der Oelder Altenhilfe, eine Idee hat, dann versucht er, sie möglichst bald umzusetzen. Dies ist ihm nun erneut gelungen: Seit vergangener Woche gibt es in Oelde eine Gruppe von Senioren-Paten, die Langzeitarbeitslose bei Mit Hartmut Benthin und Peter Kobrink, Sprecher der neuen Initiative, sowie mit Manfred Bockey, Geschäftsführer von Pro Arbeit, stellte Pinkerneil das neueste Projekt des Runden Tisches gestern vor.
    Überlegung war: Wie können wir die Hilfen zur Integration von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt, die es vor Ort schon gibt, durch die Unterstützung ehrenamtlicher Senioren erweitern?", erläuterte Bockey. „Die derzeit zwölf Senioren, die zu unserer Gruppe gehören, haben in ihrem Berufsleben in Oelde viele Kontakte geknüpft und wissen sagte Pinkerneil. „Sie waren beispielsweise Abteilungsleiter oder Meister, haben Erfahrungen in der Personalabteilung und im Betriebsrat. Ihre Kompetenz wollen sie nun einsetzen, um Langzeitarbeitslose, besonders auch Jugendliche, bei der Jobsuche sozusagen an die Hand zu nehmen."
    Die Verantwortlichen von Pro Arbeit werden Senioren-Paten und Arbeitslose aus Oelde zusammenbringen. In ersten Gesprächen sollen beispielsweise Stärken und Schwächen des Bewerbers herausgearbeitet werden. „Als Mentoren wollen wir dann Türen zu den Oelder Firmen öffnen", betonte Benthin.

    Chipkarten liegen gut im Rennen

      
    Vor schlechtem Wetter und Langfingern geschützt stehen die Zweiräder in der Radstation im Bahnhof Rheda. Den Service am Laufen halten (v. 1.) Wolfgang Krink, Pro-Arbeit-Geschäftsführer Manfred Bockey und Helmut Schmeck.
    Rheda-Wiedenbrück (gl). Der Verlauf der jüngsten Etappe der Radstation stimmt Manfred Bockey zuversichtlich. „Man sieht, dass die Zahlen nach oben gehen", resümiert der Geschäfts¬führer des Vereins Pro Arbeit, der ,die Einrichtung im Bahnhof Rhe¬da betreibt.
    Nachdem für die Radstation im Herbst 2003 der Startschus s gefallen war, legte Bockey nun die Zahlen für das zweite komplette Betriebsjahr vor. 2005 wurden 414 Monatskarten verkauft, das sind 82 Karten mehr als im Jahr zuvor. Der Zuwachs um 24,70 Prozent, sei mehr als genug, um den Rückgang an verkauften Wo¬chenkarten auszugleichen. 54 da¬von wurden vergangenes Jahr an die Radfahrer gebracht und da¬mit 54 weniger als 2004. Mit 1869 Tageskarten konnte die Radstati¬on 2,19 Prozent zulegen. 35 Jah¬reskarten gingen über den Ver¬kaufstresen (32 waren es 2004), und bergauf ging es bei den Schü¬lerjahreskarten: 23 gegenüber 13 in 2004 wurden im Vorjahr abge¬geben.
    Richtig rund lief das Geschäft mit den Chipkarten. Mit ihr kann der Radler auch außerhalb der Geschäftszeiten und rund um die 'Uhr zu seinem Drahtesel gelan¬gen. „Das wird sehr rege ge¬nutzt" , freut sich Bockey über den Anstieg von fast 72 Prozent bei den Chipkarten pro Monat: 127 davon verkauften die Mitarbeiter der Radstation. Die Chipkarte pro Jahr wurde 49 Mal verlangt, 2004 war dies 44 Mal der Fall.

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