Angst vorm Amt?
Tipp des Monats September 2009:
Angst vorm Amt?
Graut es Ihnen auch davor, wenn Sie zum Amt gehen müssen? Fühlen Sie sich „klein“, hilflos und ohnmächtig? Dann nehmen Sie sich eine Person ihres Vertrauens mit. Oftmals bewirkt schon alleine die Anwesenheit ihrer Begleitperson ein freundlicheres Klima und der Umgangston auf dem Amt wird sachlicher. So können vielfach festgefahrene Dinge und Missverständnisse geklärt werde Freunde oder Bekannte eignen sich besser als Verwandte oder Verschwägerte. Denn sie gelten als glaubwürdiger, etwa wenn Sie nachweisen müssen, einen Antrag oder bestimmte Unterlagen tatsächlich abgegeben zu haben. Nach dem Gesetz haben Sie die Möglichkeit einen sogenannten „Beistand“ zu Ihrer Unterstützung mit zur Behörde zu nehmen. Sie sollten ihrem Sachbearbeiter dann gleich zu Beginn des Gespräches mitteilen, dass Sie Herrn oder Frau „Hilfreich“ als Ihren Beistand mitgenommen haben. Dieser Beistand kann auch für Sie sprechen, also stellvertretend für Sie das Anliegen vorbringen. Dann wird alles, was der Beistand sagt, so gewertet, als hätten Sie es selbst gesagt ( es sei denn, Sie widersprechen ausdrücklich ). Bei dieser Variante muss man sich natürlich vorbereiten. Der Beistand muss „Ihren Fall“ kennen und es muss geklärt werden, worum es geht: Was wollen Sie auf dem Amt erreichen? Wenn Sie einen Beistand mitnehmen, dann geht es nicht darum, dass der Beistand „mit der Faust auf den Tisch haut“. Der Beistand sollte vielmehr ruhig und gelassen auftreten. Man erreicht am meisten, wenn man freundlich und sachlich im Ton, aber entschieden in der Sache auftritt. Denn der Ton macht ja bekanntlich die Musik. Übrigens: Ihr Beistand muss keineswegs alle Sozialgesetze auswendig können. Entscheidend ist, dass er oder sie Ruhe bewahren und sachlich im Umgang mit der Behörde auftreten kann.
Noch Fragen? Zentrum für Beratung und Begegnung (ZEBRA), Bahnhofsplatz 16, 33378 Rheda-Wiedenbrück, Tel.:05242 - 49910.

