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Lehrstellensuche endet erfolgreich

Erschienen am: 06-12-07
Quelle: "Die Glocke"
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Im Einsatz für Lehrstellen: (v. l.) sitzend Alexandra Nickel, Hans Kenziora, Bianca Graute, Gotelinde Sedello, Beatrix Schütte; stehend Bernd Nickel, Fadi Ziton, Manfred Bockey und Dr. Rüdiger Krüger.

Der 18-jährige Fadi Ziton aus Rietberg ist glücklich. Der ehemalige Hauptschüler hat endlich in Wiedenbrück einen Ausbildungsplatz bekommen: Er erlernt den Beruf des Verkäufers in dem alteingesessenen Betrieb „Getränke und Partyservice Stukemeier“ am Südring. Mit dem Einstieg in die Ausbildung endete für den jungen Mann mit Migrationshintergrund eine lange, quälende, frustrierende Phase vergeblicher Bewerbungen. Fadi Ziton wurde mit einer konzertierten Aktion im Rahmen des Beruflichen Integrations-Netzwerks im Kreis Gütersloh geholfen. Tätig waren in seinem Fall der Verein „Pro Arbeit“ und die Fortbildungs-Akademie Reckenberg-Ems (Fare), beide Rheda-Wiedenbrück. Verantwortliche der Institutionen besuchten den Auszubildenden an seinem Arbeitsplatz: Fare-Leiter Dr. Rüdiger Krüger, Teamleiterin Bianca Graute und Projektmitarbeiter Hans Kenziora, „Pro Arbeit“-Geschäftsführer Manfred Bockey und Projektmitarbeiterin Beatrix Schütte. Die Stadt Rheda-Wiedenbrück war durch Gotelinde Sedello von der Fachstelle Schule/Beruf vertreten.
Der 18-jährige Auszubildende hat selbst viel dazu beigetragen,die Lehrstelle zu bekommen.Gleich nach dem ersten Probetag, zu dem Fadi Ziton mit dem Fahrrad aus Rietberg nach Wiedenbrück kam, waren sich die Inhaber des Lehrbetriebes, Bernd und Alexandra Nickel, einig, es mit diesem Bewerber zu versuchen:
„Wir wurden nicht enttäuscht, weil der junge Mann höflich, fleißig, lernwillig, freundlich und hilfsbereit zu den Kunden ist“. Mehr als 100 junge Leute sind im heimischen Raum noch ohne Ausbildungsplatz oder befinden sich in „Warteschleifen“. Darum putzen Beauftragte von Fare und „Pro Arbeit“ regelmäßig Klinken, um auch kleinste Unternehmen zur Bereitstellung von Lehrstellen zu bewegen. In neun Fällen war diese Arbeit in Rheda-Wiedenbrück von Erfolg gekrönt. „In 2008 geht die Suche weiter“, versicherten Dr. Krüger und Bockey.
Die Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen sei nicht nur ein Gewinn für die jungen Leute und die Unternehmen, sondern auch eine Leistung für die gesamte Gesellschaft.