Berufliche Integration für Migranten gelungen
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| Beste Zukunftsaussichten: Taner Civak und Konstantin Dzybin (2.und3. v.l.) haben Dank„Sprint“ eine berufliche Perspektive. Dr. Rüdiger Krüger,Manfred Bockey und Rolf Erdsiek (v.l.)gratulieren. |
Sprintend zum Erfolg
Wie eine Integrationsmaßnahme Migranten zu einer Arbeitsstelle verhilft Die zweite „Sprint“-Maßnahme – eine Sprachkompetenz und Integrationsmaßnahme für Migranten – wurde jetzt erfolgreich abgeschlossen. Ziel dabei ist es, die Integrationsbemühungen der GT aktiv GmbH Gütersloh optimal zu unterstützen. Die Fortbildungsakademie Reckenberg-Ems und Pro Arbeit hatten diese Kurse als Projektpartner für den Süd-Kreis Gütersloh organisiert.
Finanziert wurde die Maßnahme durch EU- und Landesmittel. „Das Ergebnis gibt uns Recht, auf dem richtigen Weg zu sein“, betonte der Geschäftsführer von ProArbeit, Manfred Bockey. Von den 29 Teilnehmern seien bereits 19 Frauen und Männer, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben, mit einer beruflichen Perspektive in die Gesellschaft integriert. Einige der Teilnehmer haben sogar schon einen Vollzeitjob gefunden.
Menschen, die aus fremden Ländern nach Deutschland kommen, müssen einen Integrations-Sprachkurs – der 600 Unterrichtsstunden beinhaltet – absolvieren. „Doch das reicht oft nicht aus, obwohl die Menschen hoch motiviert sind“, erklärt Dr. Rüdiger Krüger von der Fortbildungsakademie Reckenberg-Ems. In diesen Sprachkurse würden, so Krüger, häufig versteckte Talente entdeckt. Diese Menschen, die bereit sind zu lernen, hatten dann die Chance, an der Weiterbildungsmaßnahme „Sprint“ teilzunehmen.
Dort wurde ein halbes Jahr lang intensiv deutsch gelernt, aber auch Berufsorientierung, Bewerbungstraining, Gesellschaftskunde, EDV-Unterricht und die Erstellung des Lebenslaufes standen auf dem Lehrplan. „Deutschkenntnisse sind einfach von größter Bedeutung, damit auch Migranten gut in der immer komplexeren und komplizierteren Arbeitswelt klar kommen“, sagte Karin Cyrankiewicz, die während des Projektes die berufliche Integrationsbegleitung betreute.
Als Beispiele nannte sie den 32-jährigen Taner Civak aus der Türkei. Er lebt mit seiner Familie seit 1998 in Deutschland, hat sechs Jahre in der Fleischindustrie gearbeitet und wurde dann nach Krankheit entlassen. Durch sein hohes Maß an Motivation, Zielstrebigkeit und seinen Berufsabschluss ist er jetzt in einer Firma beschäftigt, die Landmaschinen herstellt.
Konstantin Dzybin lebt seit drei Jahren hier. In Russland hat er viele Berufe ausgeübt – vom Karosserieschlosser über Maurer bis hin zum Justiz-Wachmann. Leider sind diese Tätigkeiten auf dem regionalen Arbeitsmarkt nicht wirklich verwertbar. Durch die „Sprint“-Maßnahme hat er nun sein berufliches Ziel gefunden, für das es sich lohnt, weiter die deutsche Sprache zu trainieren. Er wurde zwar noch nicht als Lagerarbeiter übernommen, blickt aber hoffnungsvoll in die Zukunft.
Rolf Erdsiek, stellvertretender Geschäftsführer der GT-Aktiv, beglückwünschte die Teilnehmer. Er geht fest davon aus, dass es nicht das letzte Projekt dieser Art gewesen ist und dass weiterhin Fördermittel dafür zur Verfügung gestellt werden.


