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Gebrauchte Möbel gibt's bei »Mix-Max«

Erschienen am: 15-12-09
Quelle: "Westfalenblatt"
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Fachanleiter Thorsten Mathes, Pro-Arbeit-Geschäftsführer Manfred Bockey, Beate Wellenbrink und Sozialamtsleiter Stefan Schulte (von links) in der neu eingerichteten Werkstatt des Gebrauchtwarenkaufhauses.

Gebrauchte Möbel gibt's bei »Mix-Max«
Pro Arbeit eröffnet neuen Standort.

600 so genannte »Bedarfsgemeinschaften « gibt es in Rietberg. Erwachsene und Kinder also, die vom Arbeitslosengeld II leben müssen. Um Arbeitslosen eine Perspektive vor Ort zu bieten, eröffnet der Verein Pro Arbeit jetzt einen eigenen Standort an der Konrad-Adenauer-Straße.

Das Motto »Zu schade zum Wegwerfen« haben sich Geschäfsführer Manfred Bockey und seine Kollegen dabei zu Eigen gemacht. Denn in den ehemaligen Räumlichkeiten eines Farbenmischbetriebes soll ein »Second-Hand- Kaufhaus« entstehen. »Wir sammeln kostenlos Möbel und Haushaltsgegenstände ein«, erklärt Bockey, wie das funktionieren soll. »Diese Gegenstände werden dann von unseren Mitarbeitern instand gesetzt und gesäubert, anschließend sollen sie dann für kleines Geld an Bedürftige verkauft werden.« In der Werkstatt im Industriegebiet sollen Arbeitlosengeld- IIEmpfänger geschult und somit wieder fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden. Auf 850 Quadratmetern sollen sowohl Qualifizierungsmaßnahmen für Jugendliche als auch für Langzeitarbeitslose angeboten werden. Die künftigen Mitarbeiter werden das Verkaufslokal selbst gestalten. 25 bis 30 Menschen kann der Verein Pro Arbeit in Rietberg betreuen. Ab sofort werden gespendete Gegenstände für das Gebrauchtwaren-Kaufhaus entgegen genommen, das Kaufhaus selbst soll dann im Januar eröffnen, wenn ein gewisser »Warenbestand « vorhanden ist. »Wir planen derzeit mit täglichen Öffnungszeiten am Nachmittag«, sagt Manfred Bockey. Der Name des Kaufhauses steht schon fest: »Mix- Max« soll es heißen. Wer Gegenstände spenden möchte, kann unter Tel. 0 52 44 / 4 05 89 29 einen Abholtermin vereinbaren.

Der Verein Pro Arbeit hat seinen Sitz in Rheda-Wiedenbrück und versucht, berufliche Integration von Langzeitarbeitslosen mit sinnvollen gesellschaftlichen Aufgaben, besonders im Umwelt- und Recyclingbereich, zu verknüpfen. In Rietberg sollen Arbeitslose in verschiedenen Aufgabengebieten durch eine Kombination aus Beschäftigung, Qualifizierung, sozialpädagogische Begleitung und Betriebspraktika wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt werden. »Besonders schwer vermittelbare Arbeitslose erhalten so eine Chance, wieder Tritt zu fassen und sich auf spätere Arbeitssituationen vorzubereiten«, sagt Manfred Bockey. In einer Metall- und Holzwerkstatt können neue Kenntnisse erworben oder vorhandene handwerkliche Kenntnisse erweitert werden. Bisher betreut Pro Arbeit bereits 17 Rietberger Arbeitslose, die in verschiedenen anderen Maßnahme.