In der Werkstatt schmieden Schüler berufliche Pläne
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Holz als zweite Wahl: Bastian Bröckelmann (14) will eigentlich Mechaniker werden. |
Bastian weiß schon sehr genau, was er werden will: Landmaschinenmechaniker. Ahmad malt sich seine Zukunft als Automechaniker aus. Pascal hingegen kann sich gut vorstellen, beim Werkstoff Holz zu bleiben und sich um einen Ausbildungsplatz zu bemühen. Die 14-Jährigen sind drei von 16 Achtklässlern der Matthias-Claudius-Hauptschule Rheda, die an einem Berufsorientierungsprojekt in der Tischlerwerkstatt des Vereins Pro Arbeit in St. Vit teilnehmen. Angestoßen von der Gruppe Lokale Agenda 21, haben sich die Hauptschule, der Verein und die Stadt Rheda-Wiedenbrück zu diesem Projekt zusammengefunden. Im Bereich Metall besteht mit dem Simonswerk eine entsprechende Kooperation in Sachen „Übergang Schule-Beruf“. Kurz vor dem Abschluss des ersten Holz-Übungslehrgangs, der mit den Sommerferien endet, ziehen die Beteiligten eine durchweg positive Bilanz. Über das Engagement und Durchhaltevermögen, das die Hauptschüler an den Tag gelegt hätten, sind Ursula Schulze Grachtrup von der Agenda-Gruppe, Manfred Bockey, Brigitte Kaese und Nina Engelbert von Pro Arbeit, Technik- und Klassenlehrer Thomas Koch von der Matthias-Claudius- Schule sowie Klaus Giljohann und Annette Vogt von der Stadtverwaltung gleichermaßen erfreut. Zumal da die Schüler (in drei Gruppen aufgeteilt) in ihrer Freizeit wöchentlich zwei Stunden in der „Probierwerkstatt“ unter der Leitung von Tischler Willi Seidl gearbeitet haben. Am Ende ihrer Werkstattzeit können die Hauptschüler nicht nur das selbst Hergestellte, wie zum Beispiel Fußhocker und Papierrollenhalter, mit nach Hause nehmen, sondern auch ein Zertifikat, das ihnen die Teilnahme am Projekt bescheinigt. „Jede freiwillige Leistung ist gut für spätere Bewerbungen“, weiß Ursula Schulze Grachtrup. Hauptschullehrer Thomas Koch sieht in diesem Projekt noch einen anderen Vorteil: „Die Schüler werden zu Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit angehalten.“ Zwei Dinge, die nicht mehr selbstverständlich im Elternhaus vermittelt würden. Fachbereichsleiter Klaus Giljohann betonte im Gespräch, dass die Stadt Rheda-Wiedenbrück sehr viel tue, um Hauptschülern den Übergang in den Beruf zu ermöglichen. Regelmäßig würden unter anderem Projekttage und Kompetenzchecks angeboten und mitfinanziert. Dann sollte dem Wunsch der Holz-Projektpartner auf Fortführung der Probierwerkstatt nach den Sommerferien eigentlich nichts mehr im Weg stehen. Mit ins Boot geholt hatte man sich bei der Finanzierung auch die Agentur für Arbeit. Vorstellen kann sich die Agenda-Vertreterin sogar eine Ausweitung des Angebots auf Soziale Dienste wie den Bereich Pflege.
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So wird’s gemacht: Tischler Willi Seidl gibt dem 14-jährigen Pascal Herzberg Tipps in der Probierwerkstatt. Erste handfeste Erfahrungen können die Hauptschüler dort mit dem Werkstoff Holz machen. |
Erfahrungsaustausch: (v. l.) Werkstattleiter Willi Seidl, Ursula Schulze Grachtrup (Lokale Agenda 21) und Hauptschul-Techniklehrer Thomas Koch im Gespräch. |




