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Job-Paten und Pro Arbeit setzen auf Beschäftigungsförderung

Erschienen am: 15-07-08
Quelle: "Die Glocke"
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Die Oelder Job-Paten und Pro Arbeit möchten über die Job-Perspektive, ein Beschäftigungsprogramm des Bundes für langzeitarbeitslose Menschen mit Vermittlungshemmnissen, Personen in Arbeit bringen. Das Bild zeigt (v. l.) die Job-Paten Peter Kobrink, Albert Wesemann, Peter Tiggesbäumker und Norbert Pinkerneil sowie Manfred Bockey, Geschäftsführer von Pro Arbeit. 

Menschen mit Handicaps eine Perspektive geben

Von unserem Redaktionsmitglied EVA HAUNHORST Oelde (gl). Wie schwer es für langzeitarbeitslose Menschen mit sogenannten Vermittlungshemmnissen ist, eine Stelle zu finden, das wissen die Oelder Job- Paten nur zu gut. Schließlich halten sie engen Kontakt zu den heimischen Firmen und kennen deren Ansprüche an ihr Personal. Gemeinsam mit Pro Arbeit haben die Job-Paten daher jetzt die Initiative ergriffen: Sie möchten die Job-Perspektive, ein Programm des Bundes zur Beschäftigungsförderung, in den Unternehmen bekannter machen und versuchen, Jobsuchenden so neue Chancen zu eröffnen. Um ihr ehrenamtliches Engagement, das sie vor rund zweieinhalb Jahren gestartet haben, auf eine breitere Grundlage zu stellen, haben die Job-Paten sich zunächst eine neue Struktur gegeben: „Wir haben die Aufgaben auf zusätzliche Schultern verteilt, damit das Ehrenamt kein Vollzeitjob wird“, erläutert Norbert Pinkerneil. Er ist seit Anfang des Jahres Sprecher der Gruppe, die derzeit aus zehn Männern besteht und gern auch einmal Frauen in ihren Reihen begrüßen würde. Peter Kobrink ist Ansprechpartner im Bereich Vermittlungen in Arbeit / Patenschaften und hält intensiven Kontakt zu den Unternehmen. Peter Tiggesbäumker hat es sich zur Aufgabe gemacht, weitere Kontakte zur Wirtschaft zu knüpfen und aktuelle Themen in die Betriebe hineinzutragen. Albert Wesemann schließlich ist erster Ansprechpartner beim Thema Job-Perspektive. Dieses Programm habe der Bund aufgelegt, um Menschen zu unterstützen, die arbeitswillig seien, aber mehrere Handicaps hätten und daher derzeit von den Fallmanagern nicht vermittelbar seien, erläutert Pinkerneil. „Für diese Leute ist ein besonderes Angebot nötig“, betont er. Daher übernehme die Arbeitsagentur einen Beschäftigungszuschuss von bis zu 75 Prozent der Kosten. Dass es nicht leicht ist, Personen, die gehandicapt sind, in einem Unternehmen unterzubringen, ist auch Albert Wesemann klar: „Der Facharbeiteranteil in den Oelder Firmen ist sehr hoch“, sagt er. Heutzutage fielen vor Ort seltener einfache Arbeiten an, die Menschen mit Handicaps übernehmen könnten. „Dabei sind die heimischen Unternehmen schon sehr kooperativ.“ „Daher möchten wir die Verantwortlichen für dieses Thema sensibilisieren“, betont Manfred Bockey, Geschäftsführer von Pro Arbeit. „Uns ist es wichtig, arbeitsplatzschaffende Initiativen noch stärker in den Blick zu nehmen. Die Job-Paten können dabei Türöffner sein.“ Wie eine Kooperation mit einer Firma im Rahmen der Job-Perspektive aussehen könne, das lasse sich gemeinsam entwickeln, sagt er. „Wir sind schon in Gesprächen mit Unternehmen, aber noch ist alles offen.“ Möglich sei beispielsweise, dass man bei Pro Arbeit kleine Arbeiten für Betriebe erledige. Oder aber, dass entsprechende Kräfte von Pro Arbeit in die Firmen gingen und dort leichte Tätigkeiten übernähmen.