„Pro Arbeit“ mit neuem Standort in der Emsstadt
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Gebraucht ist nicht verbraucht: (v. l.) Thorsten Mathes (Fachanleiter bei „Pro Arbeit“), Beate Wellenbrink (Standortleiterin in Rietberg), „Pro Arbeit“-Geschäftsführer Manfred Bockey und Stefan Schulte von der Stadt Rietberg in der noch unaufgeräumten Lagerhalle an der Konrad-Adenauer-Straße. Das Gebäude wird künftig als Aufbereitungszentrum sowie als Second-Hand-Laden genutzt. |
Warum ausgediente Möbelstücke, Fahrräder und Co. auf dem Sperrmüll entsorgen, wenn damit noch Sinnvolleres gemacht werden kann? Seit 20 Jahren verknüpft der Verein „Pro Arbeit“ mit der Aufbereitung abgegebener Güter die berufliche Integration von Problemgruppen des Arbeitsmarkts mit Aufgaben aus dem Bereich Umweltschutz. Ab sofort ist die Organisation mit einem Standort auch in Rietberg vertreten.
Mehrere Jahre stand die Lagerhalle an der Konrad-Adenauer- Straße 27 b leer. Ginge es nach „Pro Arbeit“-Chef Manfred Bockey, dann würde hier schon in den nächsten Tagen ein Möbel- Second-Hand-Laden zahlreiche Besucher in den 800 Quadratmeter großen Komplex locken. Doch dafür bedarf es noch einer Menge Arbeit. Und vor allem auch gut erhaltener Möbel- und Haushaltsgegenstände, die es für den Weiterverkauf aufzubereiten gilt. Dabei möchte der Verein auch in Rietberg zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Im Mittelpunkt des Verwertungskreislaufs soll neben dem Verkauf der Güter in erster Linie die Qualifizierung und Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen und so genannten Arbeitsmarktfremden stehen. In Kooperation mit der GT-Aktiv- GmbH sollen Arbeitssuchende wieder ins Erwerbsleben integriert werden. Besonders schwer vermittelbare Arbeitslose erhalten so eine Chance, beruflich wieder Fuß zu fassen.
Dass „Pro Arbeit“ jetzt auch einen Standort in der Emsstadt hat, liegt nach Angaben von Bockey an veränderten Bedingungen. „Es wurde immer deutlicher, dass es notwendig ist, auch in Rietberg entsprechende Maßnahmen anzubieten“, betont er. Nun müssten Teilnehmer der Integrationsmaßnahmen aus Rietberg nicht mehr zu den entfernten „Pro Arbeit“-Standorten in Rheda- Wiedenbrück, Oelde oder Herzebrock-Clarholz fahren, sonder könnten vor Ort ihre Fähigkeiten im Handwerk stärken.
Stefan Schulte, städtischer Fachbereichsleiter für Schule und Soziales, begrüßt das Engagement von „Pro Arbeit“. Mit 600 Bedarfsgemeinschaften allein in Rietberg sei reichlich Bedarf für ein derartiges Angebot.
Ab sofort nimmt der Verein an der Konrad-Adenauer-Straße 27 b gut erhaltene Möbel und Haushaltsgegenstände sowie Geschirr, Bücher, Spielsachen und Fahrräder entgeltlos entgegen. Größere Lieferungen können vorab unter w05244/4058929 angemeldet werden. Sperrgüter werden sogar abgeholt. Unter der Bezeichnung „Mix-Max“ ist bisher nur provisorisch ein Second- Hand-Verkauf eingerichtet, der demnächst ausgeweitet werden soll und dann täglich seine Tore öffnen wird. Hier sollen dann vor allem einkommensschwache Bürger die Gelegenheit bekommen, günstig gebrauchte Dinge einzukaufen.


