Zuschade zum Wegwerfen
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In der Werkstatt: Thorsten Matthes, Manfred Bockey, Beate Wellenbrink und Stefan Schulte (v. l.). |
Zuschade zum Wegwerfen
Großer Second-Hand-Verkauf ab Januar in der Konrad-Adenauer-Straße.
Rietberg (bvb). „Zu schade zum Wegwerfen“ – unter diesem Motto startet der Verein Pro Arbeit aus Rheda-Wiedenbrück jetzt ein Projekt für Arbeitslose mit der Zielsetzung, berufliche Integration von Problemgruppen des Arbeitsmarktes mit sinnvollen gesellschaftlichen Aufgaben, insbesondere im Umwelt- und Recyclingbereich zu verknüpfen.
In der Konrad-Adenauer- Straße 27b hat der Verein Räume (etwa 850 Quadratmeter) angemietet. Hier sollen Menschen, die besondere Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben (Jugendliche und Langzeitarbeitslose) durch eine Kombination aus Beschäftigung, Qualifizierung und Praktikum unter sozialpädagogischer Begleitung, wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt werden. Pädagogische Fachkraft und Dienststellenleiterin ist Beate Wellenbrink. In einer Metall- und Holzwerkstatt, die von Thorsten Matthes geleitet wird, können neue Kenntnisse erworben und vorhandene Fähigkeiten erweitert werten.
Gestartet wird das Projekt ab Januar 2010 mit dem klassischen Second-Hand-Laden (450 Quadratmeter). Unter dem Namen „Mix-Max“ werden gut erhaltene Möbel, Geschirr, Bücher, Fahrräder und Geschirr nach der Aufarbeitung für einen geringen Preis an einkommensschwache Bürger abgegeben. Die wiederverwertbaren Gegenstände werden ab sofort entgegen genommen oder kostenlosvon zu Hause abgeholt.
„In Rietberg gibt es rund 600 Bedarfsgemeinschaften, das bedeutet, von der Arbeitslosigkeit betroffene Familien“, erklärte Stefan Schulte, Fachbereichsleiter für Schule und Soziales der Stadt Rietberg. Rund 40 Prozent davon seien arbeitsmarktfern und könnten ohne Begleitung und Qualifizierung nicht auf den ersten Arbeitsmarkt.
Über GTaktiv werden die Arbeitslosen zugewiesen und müssen verpflichtend an den Maßnahmenteilnehmen. Im Falle einer Weigerung kann es zu Leistungskürzungen kommen. „Pro Arbeit“ betreut bereits 17 Arbeitslose in drei verschiedenen Maßnahmen. „Dass wir jetzt hier vor Ort sind, ist für die Rietberger ein Vorteil, denn bislang mussten Maßnahmen in Gütersloh oder Rheda-Wiedenbrück wahrgenommen werden“, erklärte Manfred Bockey, Geschäftsführervon „Pro Arbeit“.


