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Erschienen am: 16-12-09
Quelle: "Die Glocke"
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Nachrichten Übersicht für: News, Tipp des Monats, Pressespiegel

Seite: 4. Nachrichten insgesamt: 25

Pro Arbeit: Fit für das Berufsleben

Über ihre erfolgreich absolvierte Ausbildung freuen sich (v. l.) Marius Schröder, Ausbildungsleiter Karl Eppendorf, Manfred Bockey und Viktor Ananew.

Beim Verein Pro Arbeit mit Hauptsitz in St. Vit haben nun drei junge Menschen erfolgreich ihre Ausbildung beendet. Für Pro-Arbeit-Leiter Manfred Bockey ist dies ein Grund zur Freude, weil er mit der Schaffung der Ausbildungsplätze in seinem Zentrum jungen Menschen, die auf dem freien Arbeitsmarkt keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, einen wichtigen Schritt in die Zukunft ermöglicht hat.

Viktor Ananew hat seine dreijährige Ausbildung zum Zweiradmechaniker erfolgreich absolviert und ist bereits als Zweiradmonteur bei einem Motorradhändler tätig. Marcel Uellendahl hat Fahrradmonteur gelernt und konnte ebenfalls erfolgreich vermittelt werden. Marius Schröder, der Bürokaufmann bei Pro Arbeit lernte, hofft noch auf eine positive Zusage.

Insgesamt werden bei Pro Arbeit sieben Ausbildungsplätze in den drei genannten Berufen zur Verfügung gestellt. Die drei nun frei gewordenen Stellen werden im Sommer wieder besetzt. Bewerbungen seien noch möglich, sagte Bockey.

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Neue Gesellschaft „Integra“ will Einwanderern zu Beschäftigung verhelfen.

Wenn es gut läuft, dann können Arbeitgeber aus dem Kreis künftig auf die Dienste einiger hundert hochmotivierter Arbeitnehmer zurückgreifen. „BleiB im Kreis Gütersloh“ heißt ein neues Projekt, das hier lebenden Flüchtlingen den Weg in denArbeitsmark ebnen wird.

Dieser Weg ist steinig, aber ihn zu gehen, ist für die Betroffenen Bedingung, um bleiben zu dürfen. Gut 700.000 Euro aus EU-Mitteln fließen für das Projekt in den Kreis. Eine neu gegründete Gesellschaft, die IntegraGbR, koordiniert die Arbeit.

Ab dem 13. Monat nach ihrer Einreisehaben AsylbewerberZugangzumArbeitsmarkt. Dass sie arbeiten, „liegt im vitalen Interesse der Kommunen“, sagt Manfred Bockey, Geschäftsführer von ProArbeit. Arbeitet der Asylbewerber, entfallen für die Kommunen Leistungszahlen und Ausgaben für den Unterhalt. Weil dieses „vitale Interesse“ europaweit verbreitet ist, hat der Europäische Sozialfonds Mittel bereitgestellt, die helfen sollen, Einwanderer auch hinsichtlich des Arbeitsmarkts zuintegrieren.

Im Kreis Gütersloh haben vor einigenMonaten die Diakonie Gütersloh und Halle, die VolkshochschuleReckenberg- Ems sowie ProArbeit begonnen, ein Konzept zu entwickeln. „Wir wollen hier einen Flächenkreis versorgen, das kostet“, sagt Hergen Bruns, Geschäftsführer der Gütersloher Diakonie –undverkündet stolz, dass nun 720.000 Euro von insgesamt verteilten 30Millionen indenKreis Gütersloh fließen. Um in den Genuss dieser Maximalförderung zu kommen, das war Gegenstand der Ausschreibung, mussten sich fünf Partner bewerben. Deswegen haben die vier genannten Partner die IntegraGbRgegründet, die dann ihr Konzept beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales eingereicht und den Zuschlagbekommenhat.

Der Arbeitsmarkt ist angespannt, das ist eines der Probleme, mitdemsich die fünf Träger des Projekts konfrontiert sehen. Die anderen Probleme hängen mit den Lebensumständen ihrer Klientel zusammen. Die sind in der Regel der deutschen Sprachekaum mächtig, traumatisiert nach einer Flucht, und obendrein in der Regel mit vielen Menschen auf engem Raum untergebracht, was nicht selten zu familiären Spannungen führt. Dazu kommt, dass anderswo erworbene berufliche Qualifikationen hierzulande oft nichts wert sind.

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