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Erschienen am: 16-12-09
Quelle: "Die Glocke"
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Nachrichten Übersicht für: News, Tipp des Monats, Pressespiegel

Seite: 5. Nachrichten insgesamt: 25

Dr. Olaf Gericke lobt die Beschäftigungsförderung

 
Landrat Dr. Olaf Gericke hat sich bei Pro Arbeit Oelde über die Beschäftigungsförderung informiert. Das Bild zeigt (stehend v. l.) Albert Wesemann (Job-Paten Oelde), Norbert Pinkerneil (Sozialamtsleiter Oelde a. D.), Landrat Dr. Olaf Gericke, Bürgermeister Helmut Predeick, Martin Hanewinkel (Leiter Fallmanagement der Arbeitsgemeinschaft SBG II im Kreis), Ulrike Ottenottebrock-Völker (Pro Arbeit Oelde), Michael Kräutle (Anleiter Radstation Oelde) und (vorn) Maßnahmeteilnehmer Michael Malnev in der Radstation
Oelde (gl). „In Oelde sind Sie nahe bei den Menschen, das gefällt mir.“ Gleich zu Beginn seines Besuches bei Pro Arbeit Oelde lobte der Landrat des Kreises Warendorf, Dr. Olaf Gericke, das Oelder Modell der Beschäftigungsförderung.

Zuvor hatten Oeldes Bürgermeister Helmut Predeick und die Projektleiterin von Pro Arbeit, Ulrike Ottenottebrock-Völker, das lokale Engagement von Pro Arbeit und Stadt vorgestellt. Auf dem Programm des Besuchs von Landrat Dr. Gericke in Oelde standen das Möbelkaufhaus Mix- Max am Goldbrink sowie der Kiosk und die Radstation im Oelder Bahnhof. Dabei konnte er sich darüber informieren, dass die Stadt Oelde jedes Jahr rund 100 000 Euro für die Projekte der Pro Arbeit in Oelde zur Verfügung stellt. „Das sind Gelder, mit denen wir dazu beitragen können, Menschen wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren“, erläuterte Predeick. Zudem könne so der Haushalt der Stadt Oelde entlastet werden.

Der ehemalige Leiter des Oelder Sozialamtes, Norbert Pinkerneil, stellte den Teilnehmern der Gesprächsrunde das Oelder Konzept des „Fördern und Forderns“ vor. Pinkerneil: „Seit 1998 sind wir bemüht, jedem Empfänger von Sozialhilfe- oder SGB-IILeistungen eine Beschäftigung zu bieten.“ Vielen Teilnehmern sei schon damit geholfen, einen festen Tagesrhythmus zu haben.

Übereinstimmend betonten Landrat Dr. Gericke und Bürgermeister Predeick, dass engagiertes und qualifiziertes Personal in den Anlaufstellen der Arbeitsgemeinschaft SGB II in Städten und Gemeinden des Kreises einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Arbeitsvermittlung sei. Die bestehenden Unsicherheiten – das Bundesverfassungsgericht hatte die gemeinsame Aufgabenwahrnehmung von Arbeitsagentur und Kommunen in den Arbeitsgemeinschaften im vergangenen Jahr für verfassungswidrig erklärt – müssten schnell beseitigt werden. Dabei sei es nicht entscheidend, welche der derzeit diskutierten Organisationsformen letztlich Gesetzeskraft erlangen werde. Landrat Dr. Gericke: „Wichtig ist, dass es einen starken kommunalen Einfluss auf die Aufgabenwahrnehmung gibt. Vor Ort ist man immer am nächsten an den Problemen der Menschen.“

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Förderung der Arbeitslosen-Beratungsstellen geht weiter

Hilfe für Arbeitslose: Ursula Groß-Lawan (ash), Ingrid Bäumer-Möhlmann (Pro Arbeit), Judith Schmitz (Kreis), Inge Egert (GAB), die Geschäftsführer Udo Mescher (GAB), Manfred Bockey (Pro Arbeit) und Wolfgang Terwey(ash)sowie Rolf Erdsiek (GTaktiv,v.l.).

Kreis springt ein.

Die drei unabhängigen Beratungsstellen für Arbeitslose können wieder voll ihre Dienste anbieten, weil der Kreis fördernd einspringt. „Es geht weiter“, verkündete Wolfgang Terwey, Geschäftsführer der Gütersloher Arbeitslosenselbsthilfe (ash), stellvertretend für seine KollegenManfred Bockey (Pro Arbeit Rheda-Wiedenbrück) und Udo Mescher von der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Harsewinkel-Halle (GAB). Nachdem die Bezuschussung durch das Land Ende September 2008 eingestellt worden war, hatte die Beratungstätigkeit unterbrochen oder erheblich reduziert werden müssen. Man sei „sehr überrascht“ gewesen, so Bockey, dass nach 15-jähriger Foerderung eine „sehr gut funktionierende Struktur“ aufgeben werden sollte. Umso mehr freue mansich, dass der Kreisnuneinspringe. So könnten zumindest die drei halben Stellen für die Beratung „als Kernaufgabe“ gehalten werden. Um eine fehlende Restsumme und den Erhalt der darüber hinaus gehenden Treffpunktarbeit müsse auf kommunaler Ebene weiterverhandelt werden. Doch sei die Unterstützung durch den Kreis ein positives Signal dafür. Als zuständige Abteilungsleiterin des Kreises sah Judith Schmitz dessen Aufgabe auch in der Förderung von Arbeitslosen und von Arbeitslosigkeit Bedrohten. Deshalb gebe der Kreis dendrei Beratungsstellenimlaufenden Jahr je 20.000 Euro (insgesamt waren laut Terwey 102.000 Euro Landesmittel ausgefallen). Ab 2010 müsse durch die dann neu gewählten Gremienallerdingsnocheinmal entschieden werden. Rolf Erdsiek von der GT aktiv GmbHmisst den Beratungsstellen eine „wichtige Vorfilterfunktion“ zu, beispielsweise bei der ersten Durchsicht und Erstellung von Bewerbungsunterlagen. Man könne die Stellen zwar nicht institutionell fördern, aber einzelne Dienstleistungen von ihnen einkaufen, eventuell für insgesamt 20.000 Euro. Beraterin Ingrid Bäumer- Möhlmann von Pro Arbeit sprach von einer breiten Palette an Hilfestellungen. Neben konkreten Fragen würden häufig auch Ängste und Unsicherheiten geäußert. Viele fürchteten beim Abrutschen in den Hartz IV-Sektor alles zu verlieren. Udo Mescher von der GAB sieht in der jährlich von rund 1.000 Menschengenutzten Beratungstätigkeit „eine Säule für die erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik im Kreis Gütersloh. ¦OWL

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